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Was liegt an ? Blogparade Reiseziele 2017

Bin mir nicht ganz sicher, ob ich froh sein soll. Jedenfalls habe ich nicht die Qual der Wahl wie die meisten Reiseblogger. Wo soll es hingehen ? Und wann ? Wie lange ? Budget ? undsoweiterundsofort…

Meine Reiseziele werden mir sozusagen vorgegeben. Als bloggender Geschäftsreisender muß ich mich meinen Kunden anpassen. Da diese nicht in der schwäbischen Provinz sitzen, sondern in aller Regel in den Metropolen dieser Welt oder auch sonst an spaßigen Plätzchen, kann ich mit dieser Einschränkung gerade noch leben. Um den Launen meiner Klienten sowie der Auftragslage nicht völlig ausgeliefert zu sein, gibt es zum Glück noch den ein oder anderen Kongreß, den man zwar nicht unbedingt besuchen muß, wenn es die Location aber hergibt, findet sich ein Grund. Wo ein Ziel, da auch ein Weg !

Das soll jetzt aber nicht heißen, daß ich keine Recherchearbeit hätte. Beschränkt auf das Nachtleben meiner Reiseziele und die  Frage, wo ich denn mein müdes Haupt nach einer durchzechten Nacht betten möchte, ist mir die Auswahl der Restaurants bzw. der Hotels etwas Maloche wert. Ich möchte schließlich meine Kunden nicht enttäuschen und das nächste Projekt ergattern – Zeche geht insofern meist auf mich. Hinzu kommt, daß ich denjenigen, die nichts Besseres zu tun haben, als diese Seite zu verfolgen, Neuigkeiten schuldig bin. Immer nur aus dem selben Lokal zu berichten, wäre ja etwas öde. Es müssen also neue Lokalitäten her.

Was mich zum nächsten Problem bringt: bin ein Gewohnheitstier. Einmal ein lauschiges Hotel in den Orten gefunden, die ich öfter ansteuere, fällt es mir schwer, ein neues zu suchen. Stammkunde zu sein ist nämlich ganz nett. Bei Lokalen gilt ähnliches. Ich finde mich immer wieder am selben Tresen und ordere das gleiche Mahl wie zuvor, so es denn gemundet hatte. Lediglich beim Wein bin ich etwas experimentierfreudiger.

Kurzum: es ist nicht so einfach wie es scheint. Ist es nie. Aber das ist ein anderes Thema. Ich wollte ja schließlich auf Anregung von Yummytravel etwas über meine Reiseziele 2017 zu Papier bringen. Nach einem Blick in meinen Termin- und Kongresskalender war ich selbst überrascht, was schon alles wieder ansteht. Hoffe sehr, zwischen Meetings, Häppchen und Digestif bleibt noch Zeit für´s Schreiben…

Wo darf ich also hin ?

Gleich im Januar geht es in eine meiner Lieblingsstädte: Madrid. Es dürfte zwar das übliche Hotel im Barrio Salamanca werden, aber die Auswahl für´s Nachtmahl – und dort verdient dies Wort noch seinen Namen – ist schier unerschöpflich. Und das Schönste: man kann vor dem Essen noch was Schnabulieren, bevor man zum Trinken übergeht. Stichwort: Tapas. Gleich um sieben an den Tisch, SchniPoSa (Anm. d. R.: Schnitzel Pommes Salat) und um 21:30 ins Bett ist nicht. Bevor gegen 22:00 MEZ die Restaurants betreten werden,  darf es gerne noch eine Tour durch Tapas- und andere Bars sein. Man gönnt sich ja sonst nichts… Ich sterbe für Jamon Ibérico, dazu ein feines Tröpfchen aus dem Priorat. Oder lieber eingelegte Boquerones (Sardellen) auf Kartoffelchips und ein Bierchen ?

Die Woche drauf geht´s nach Köln, wozu ich an dieser Stelle wohl nichts ausführen muss. Ist bekannt. Im Februar dann, Woche 2 des kurzem Monats, ist London angesagt. Wenn möglich komme ich wieder in Shoreditch unter. Hippes Viertel mit guten Restaurants, coolen Bars, lauten Pubs und fußläufig in die City. Ein kleiner Spaziergang am Morgen tut mir dann meistens ganz gut, denn auch in London komme ich nicht allzu früh ins Bett des Shoreditch House. Wenn die denn ein Plätzchen für mich freihaben. Ist kein Hotel, sondern ein privater Klub, der – bei Kapazitätsüberhang – auch an fremde nicht ganz so trendige Leute ohne Bart, Holzfällerhemd oder Apple Laptop vermietet.

Die Ferne

März ist – zum Glück – noch nicht ganz klar, sieht aber sehr nach Istanbul aus, wo ich mir zum Leidwesen meiner Familie ein Projekt angelacht habe. Was für eine Stadt ! Kulturell, kulinarisch wie sznenisch gibt es nichts Größeres. Einfach hier nachlesen. Diesen Ort kann und will ich nicht in einem Absatz abfertigen.

Auf dem Speisezettel ganz oben steht Lima in Peru. Das wäre dann mal wieder was ganz Neues. Die peruanische Küche ist nicht nur wegen Ceviche in aller Munde. Die Kombination Südamerika-Asien, daß in Peru traditionell einen großen Einfluß hat, läßt den Speichel jeden Feinschmeckers fließen. Freue mich schon auf einen Abstecher in das Hauptlokal von Astrid y Gastón, welches ich bisher nur aus Bogotá, Madrid und Santiago de Chile kenne. Letzteres ungeschlagen. Weiß aber nicht mehr, ob das am kunstvoll zubereiteten Fisch oder dem knackigen Sauvignon Blanc von der chilenischen Küste gelegen hat. Auch das knusprige Spanferkel mit Rettich und Koriander in einem Hoi-Sin Taco beim Ableger in Kolumbien ist mir noch in Erinnerung.

Wenn ich Glück habe, kann ich vergleichen mit dem Laden in Santiago de Chile, wo ich schon länger nicht mehr war. Sehr praktisch: auf dem Weg nach Santiago liegt meine Lieblingsstadt in Lateinamerika, Buenos Aires. Hier habe ich kein Stammhotel (wenn jemand eine Empfehlung hat, her damit), wohl aber eine festgelegte Speisefolge: es gibt Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch. Bife de Chorizo, Vacio, Bife de Cuadril, Lomo, Ojo de Bife, usw. Die Arten, wie man ein Rind zerteilen kann, sind in Argentinien ungezählt. Langeweile kommt bei Fleisch auf dem Teller also nicht auf. Gespült wird mit Malbec.

Konferenzen ?

Wenn es danach ginge, wäre ich nur noch unterwegs und wahrscheinlich bald geschieden. Ich muß hier also mit Bedacht wählen. Das unsägliche Kaff Brighton in Südengland spare ich mir diesmal. Stattdessen fahre ich im Mai nach Miami. Diesmal werde ich mit Sicherheit nicht wieder ein Hausboot mieten wie im vergangenen September. Der einzige Modus in dem ich es bei der Bullenhitze ausgehalten habe, war in der Unterhose vor der Klimaanlage. Da hilft auch die schönste Bootsterasse nichts mehr. Wird also ein Hotel werden.

Sehr gespannt bin ich auch auf El Salvador, in das ich Ende des Jahres zum ersten Mal meinen Fuß setzen werde. Wenn alles gut läuft habe ich etwas mehr Zeit, um im Land rumzuschnuppern. Auch hier bin ich für Anregungen dankbar.

Möglich, daß ich was vergessen habe, auch kommt in aller Regel noch die ein oder andere Destination hinzu. Die oben genannten Ziele aber sind gesetzt. Ich freue mich jetzt schon, hierüber zu berichten !

 

13 comments on “Was liegt an ? Blogparade Reiseziele 2017

  1. Im wahrsten Sinne wieder so genussvoll geschrieben…. top!! Gruss sylvia

    • Eddy Harteneck

      Hallo Sylvia, besten Dank… Du hast Recht, habe einiges vor nächstes Jahr und frage mich, wann ich zum Schreiben kommen soll. Wird aber schon irgendwie klappen in einer ruhigen Stunde bei einem Fläschen Roten… Beste Grüße, Eddy

  2. Pingback: Reisepläne für 2017 - Einladung zur Blogparade - Reiseblog

  3. Sehr schöner Post!

    • Eddy Harteneck

      Lieber Tim, danke für die Blumen und eine erholsame Weihnachtszeit…Eddy

  4. Gibt’s neben den beruflichen auch private Reisepläne? Bei mir ist es eher so, wenn ich beruflich viel im Ausland bin, bleibe ich im Urlaub gerne in der Nähe; wenn ich nur im deutschsprachigen Raum arbeite, dann drängt es mich nach ganz weit weg…

    Schöne Ziele. Peru reizt mich auch schon länger, auch evtl. erst mal kurz zum Essen gehen. Und irgendwann später mir mehr Zeit für mehr.

    • Eddy Harteneck

      Hallo Barbara, privat sind wir auch on the road, nur nicht ganz so spektakulär und weit. Camping and der Costa Brava, Skifahren, Städttrips und ähnliches. Aber die Kinder müssen ja auch mal raus 😉 … Wenn ich an Peru denke, bekomme ich jetzt schon Hunger, werde dir Tips für Deinen Kurztrip nach Lima mitbringen. Frohes Neues, Eddy

  5. Das hört sich doch mal nach einem verdammt guten Reisejahr 2017 ! Ich bin gespannt auf deine Artikel.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Eddy Harteneck

      Moin Sabine, danke. Hast recht, wird sicher spannend, hoffe nur ich komme auch zum Schreiben… bis bald, Eddy

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